Speichermangel zwingt HP, Dell, Acer und Asus zum Einkauf in China
15:38, 09.02.2026
Laut Nikkei Asia haben die Marktführer HP, Dell, Acer und Asus damit begonnen, ernsthaft einen Wechsel zu chinesischen DRAM-Speicherchips in Erwägung zu ziehen. Die aktive Suche nach Alternativen zu den bekannten Lieferanten entspringt dem Wunsch, die schnelle Produktion von Laptops wieder aufzunehmen.
Wieder ist die KI schuld
Der Grund, warum die Tech-Giganten Richtung China blicken, liegt darin, dass die Zulieferer Micron, Samsung und SK Hynix nicht über genügend Komponenten verfügen. Diese Unternehmen priorisieren derzeit Aufträge für KI-Rechenzentren. Die PC-Hersteller haben erkannt, dass unklar ist, wann sie an der Reihe sind, Komponenten zu erhalten, und haben daher begonnen, nach Alternativen zu suchen.
Der aktuelle Stand der Beschaffung
Hauptanwärter auf die Rolle des neuen Lieferanten ist das chinesische Unternehmen ChangXin Memory Technologies (CXMT).
HP und Dell haben bereits mit dem praktischen Testen von CXMT-Modulen begonnen. Sollte sich die Situation bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 nicht verbessern, werden wahrscheinlich Masseneinkäufe beginnen.
Acer prüft bereits die Option des Direkteinkaufs, während Asus Daten über die Verfügbarkeit chinesischer Chips für bestimmte Laptop-Serien angefordert hat.
Druckmittel oder neue Realität?
Obwohl HP und Dell bereits Tests durchführen, bestätigt dies noch keine langfristige Partnerschaft. Möglicherweise interessieren sich die Unternehmen für den chinesischen Markt, um den Druck auf Micron und Samsung zu erhöhen und bessere Konditionen zu erzielen.
Sollte die Zusammenarbeit mit China jedoch zustande kommen und sich das Land als wichtiges Glied in der Produktion etablieren, steht dem Komponentenmarkt eine neue Entwicklungsstufe bevor.