Jensen Huang: Direktlieferungen von Nvidia nach China sind faktisch zum Erliegen gekommen
14:04, 05.05.2026
Der Gründer und CEO von Nvidia, Jensen Huang, hat einen kritischen Rückgang der Präsenz des Unternehmens in China festgestellt. Ihm zufolge sind die Direktlieferungen von Grafikbeschleunigern für KI-Systeme aufgrund strenger Exportbeschränkungen und Vergeltungsmaßnahmen Pekings praktisch zum Erliegen gekommen, und der Marktanteil von Nvidia in der Volksrepublik China ist auf Null gefallen.
Bürokratie und chinesische Importsubstitution
Für Nvidia hat sich die Situation aufgrund beidseitiger Probleme verschärft.
Einerseits steckt die Frage des Exports von Beschleunigern im bürokratischen Sumpf fest. Andererseits sind die chinesischen Regulierungsbehörden zu Gegenmaßnahmen übergegangen, die den Einsatz amerikanischer Chips durch lokale Unternehmen einschränken.
In einem Interview mit Tom’s Hardware merkte Huang an, dass diese Politik „nach hinten losgegangen“ sei und China zur rasanten Entwicklung eigener Architekturen angetrieben habe. Seiner Meinung nach verfügt China über billigen Strom und eine große Anzahl qualifizierter Forscher, sodass die strengen Beschränkungen für die Lieferung von Beschleunigern nach China die lokalen Spezialisten nur dazu motivieren, wettbewerbsfähige Alternativen zu schaffen.
Prognosen
Die Experten von Bernstein gehen davon aus, dass Nvidia in Zukunft nur noch 8 % des chinesischen Marktes beanspruchen kann, während lokale Hersteller 80 % des Bedarfs decken werden.