Der Speicherengpass könnte die Technikwelt bis 2028 verändern
16:33, 30.07.2026
Samsung geht davon aus, dass sich die weltweite Verknappung bei Speicherchips von 2027 bis 2028 weiter verschärfen wird. Wenn Sie Smartphones, Computer oder Cloud-Dienste nutzen, könnten Sie die Auswirkungen dieser Verknappung in Ihrem Alltag in Form von höheren Kosten und verzögerten Upgrades Ihrer Geräte spüren.
Warum sich die Speicherchip-Versorgung weiter verschärfen könnte
Samsung zufolge beanspruchen Rechenzentren für künstliche Intelligenz mittlerweile einen rasant wachsenden Anteil der weltweiten Chip-Produktion. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Versorgungslücke im Jahr 2027 noch gravierender ausfallen wird als heute.
Samsung hat bereits Fünfjahres-Lieferverträge mit fünf großen Rechenzentrumsbetreibern unterzeichnet. Außerdem steht das Unternehmen kurz vor dem Abschluss ähnlicher Verträge mit fünf weiteren Unternehmen. Diese Verträge könnten zwischen 60 und 70 Prozent der langfristigen Produktionskapazität des Unternehmens binden.
Die Vereinbarungen beinhalten Vorauszahlungen und Mindestpreise. Diese Struktur gibt Samsung mehr Sicherheit bei Investitionen in Milliardenhöhe in neue Fabriken und Anlagen.
Rekordgewinne bei Chips sorgen anderswo für Druck
Samsungs Halbleitersparte meldete einen Betriebsgewinn von 89,2 Billionen Won, was etwa 61,7 Milliarden Dollar entspricht. Der Wert lag mehr als 250-mal höher als im Vorjahr.
Allerdings belasteten steigende Speicherpreise die Mobilfunksparte des Unternehmens. Der Geschäftsbereich verzeichnete einen Verlust von 700 Milliarden Won – sein erstes unprofitables Quartal.
Samsung plant, noch in diesem Jahr sein neues Werk in Taylor, Texas, in Betrieb zu nehmen. Außerdem wird mit dem Bau einer weiteren Anlage begonnen, deren Serienproduktion für 2030 geplant ist.
Die Bedeutung dieser Verknappung
Unserer Meinung nach wird eine Verknappung bis 2028 dazu führen, dass Smartphones, Laptops, Server und digitale Dienste teurer werden. Die Entwicklung der KI mag Ihnen zwar bemerkenswerte Innovationen bescheren, führt aber gleichzeitig dazu, dass notwendige Bauteile nicht mehr für Konsumgüter zur Verfügung stehen.
Sie werden kaum Rabattmöglichkeiten haben, mit langen Wartezeiten bei Upgrades rechnen müssen und vor schwierigen Entscheidungen zwischen Qualität und Preis stehen.
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