Vera-Prozessoren von Nvidia — ein neuer Wettbewerber auf dem CPU-Markt
13:50, 17.03.2026
Auf der GTC 2026 stellte Nvidia seine neuen Vera-Prozessoren vor. Sie verfügen über 88 Kerne und sind in erster Linie für den KI-Sektor ausgelegt, unterstützen jedoch auch eine breite Palette allgemeiner Serveraufgaben. Damit werden diese Prozessoren zu direkten Konkurrenten von Intel- und AMD-Lösungen.
Wichtige Verbesserungen
Olympus-Kerne und Arm v9.2-A Architektur
Das Hauptmerkmal der neuen Prozessorreihe ist der Einsatz eigener Olympus-Kerne anstelle der üblichen Arm Neoverse-Kerne. Sie basieren auf derselben Arm v9.2-A Architektur, bieten jedoch dank eines modifizierten Designs eine IPC-Steigerung von 50 %. Ein solcher Leistungssprung gilt als bedeutender Fortschritt für die Branche.
Der Chip unterstützt außerdem 176 Threads und übertrifft damit die Möglichkeiten der vorherigen Generation mit dem Namen „Grace“.
Spatial Multi-Threading Technologie
In der neuen Generation wurde besonders an der Thread-Verarbeitung gearbeitet. Im Gegensatz zum klassischen Simultaneous Multithreading (SMT), bei dem die Kernressourcen abwechselnd zwischen Aufgaben aufgeteilt werden, verwendet Vera die Spatial Multi-Threading Technologie.
Diese ermöglicht die Isolierung von Ressourcen für jeden Thread, die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Threads und eine Minimierung der Latenz, wodurch die Leistung stabiler und besser vorhersehbar wird.
Vera CPU Rack
Für Rechenzentren stellte Nvidia das System Vera CPU Rack vor, das 256 Prozessoren in einer einzigen Umgebung vereint. Diese Lösung bietet eine sechsfach höhere CPU-Leistung und beschleunigt KI-Agenten um das Zweifache.