Samsung baut 2-nm- und 1,4-nm-Chipperfagung angesichts von Kapazitätsengpässen aus
14:39, 03.08.2026
Der südkoreanische Technologieriese passt seine Fertigungsstrategie als Reaktion auf die starke Nachfrage seitens der Halbleiterentwickler an. Laut südkoreanischen Medien, die sich auf Unternehmensvertreter berufen, hinkt das derzeitige Produktionstempo dem tatsächlichen Marktbedarf hinterher, was Samsung Foundry dazu veranlasst, seine Fertigungsanlagen zu erweitern.
Ausbau des Standorts in Texas und schrittweise Skalierung
Der Hauptstandort für die Fertigung fortschrittlicher Strukturgrößen wird die US-Fabrik des Unternehmens in Taylor, Texas, sein. In diesem Jahr beabsichtigt Samsung, dort nicht nur seine erste Auftragsfertigungsanlage für Chips in Betrieb zu nehmen, sondern auch mit dem Bau eines zweiten, angrenzenden Standorts zu beginnen. In den US-Anlagen werden unter anderem 2-nm-Produkte hergestellt.
Auch die Nachfrage nach dem 1,4-nm-Prozessknoten steigt. Als Reaktion darauf erwägt der südkoreanische Chiphersteller eine weitere Ausweitung der entsprechenden Produktionslinien. Die Kapazitätserweiterungen sollen jedoch schrittweise erfolgen und sich an den tatsächlichen Aufträgen orientieren, anstatt der Marktnachfrage vorzugreifen.
Nach internen Unternehmensprognosen wird sich das Auftragsvolumen für die 2-nm-Chipfertigung im Jahr 2026 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich verdoppeln.
Unternehmen erwartet Gewinnsprung
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Samsung eine deutliche Verbesserung der finanziellen Ergebnisse seines Foundry-Geschäfts.
Ein wichtiger Treiber für diese Entwicklung ist die zunehmende Fokussierung auf KI und High-Performance-Computing (HPC). Bis zum Jahresende soll der KI-Bereich voraussichtlich über 30 % des Umsatzes von Samsung Foundry ausmachen, gegenüber 20 % im Vorjahr. Analysten bewerten diese Diversifizierung als positiven Schritt, da sie die starke Abhängigkeit des Unternehmens vom Markt für Mobilprozessoren verringert.