Oracle entlässt 30.000 Mitarbeiter für KI-Investitionen
13:47, 04.05.2026
Die Oracle Corporation hat rund 30.000 Stellen gestrichen und die frei gewordenen 10 Milliarden Dollar in den Bau von KI-Rechenzentren umgeleitet.
Larry Ellison, Board Chairman und CTO von Oracle, behauptet, dass neuronale Netze Code mittlerweile erfolgreich schreiben. Entlassene Mitarbeiter berichten jedoch, dass sie gezwungen wurden, Algorithmen anhand ihrer eigenen Arbeitsabläufe zu trainieren und so praktisch ihren eigenen Ersatz vorzubereiten.
Hauptbeschwerden der entlassenen Mitarbeiter
Das vom Management entlassene Personal erhebt folgende Vorwürfe:
- Ingenieure wurden verpflichtet, halb-funktionale interne Chatbots zu nutzen und ihr Fachwissen auf KI-Modelle zu übertragen. Dabei erreichte die Arbeitswoche oft bis zu 80 Stunden.
- 62 % der Gekündigten sind über 40 Jahre alt. Viele verloren Aktienpakete im Wert von bis zu 1 Million Dollar, deren Sperrfrist in weniger als 90 Tagen abgelaufen wäre.
- Hunderte von Spezialisten mit H-1B-Visa haben nur 60 Tage Zeit, um einen neuen Job zu finden, andernfalls droht die Abschiebung.
Widerstand und Reaktion des Unternehmens
Mehr als 600 ehemalige Mitarbeiter haben sich zusammengeschlossen und fordern höhere Abfindungen (die bei Oracle um ein Vielfaches niedriger sind als bei Google oder Meta), Visumsunterstützung und eine Verlängerung der Krankenversicherung für Schwerkranke, Veteranen und Schwangere. Oracle hat Verhandlungen mit der Initiativgruppe offiziell abgelehnt.
Ehemalige Oracle-Mitarbeiter befürchten, die ersten Opfer einer fortschreitenden Transformation zu sein. „Die Art und Weise, wie diese Entlassungen durchgeführt wurden, zeigt, dass Menschen wie ein weiterer Vermögenswert behandelt werden“, sagt eine ehemalige Cerner-Mitarbeiterin. „Wie Rechenzentrumsausrüstung, die man abschreiben kann, wenn sie keinen maximalen Gewinn mehr abwirft.“