NASA testet Prozessoren der nächsten Generation, die 500-mal leistungsfähiger sind als heutige Standards.
12:46, 14.05.2026
Die NASA testet den HPSC-Prozessor, der zum zentralen digitalen Kern interplanetarischer Expeditionen werden soll. Die Tests begannen bereits im Februar 2026 und haben gezeigt, dass die Leistung des Systems die aktueller analoger Systeme um das 500-Fache übertrifft.
RISC-V-Architektur
Das Projekt basiert auf der 64-Bit-SiFive-RISC-V-Architektur. Grundlage bildet die PIC64-HPSC-Chipreihe mit zehn Rechenkernen und Unterstützung für KI, Vektorberechnungen, Virtualisierung sowie moderne Hochgeschwindigkeits-Datentransferschnittstellen.
Diese Rechenleistung wird es Raumfahrzeugen auf dem Mond oder dem Mars ermöglichen, Entscheidungen autonom zu treffen, ohne auf Befehle von der Erde warten zu müssen; Signalverzögerungen können erheblich sein.
Extreme Tests
Die Ingenieure setzen den Chip Belastungen aus, die die härtesten Bedingungen im Weltraum simulieren, darunter Strahlung, extreme Temperaturen, Vibrationen und Stoßbelastungen, die einen Raketenstart nachahmen. Das Team überprüft sowohl die Widerstandsfähigkeit der Hardware als auch die Stabilität der Software unter potenziellen Ausfallbedingungen.
Nach vorläufigen Ergebnissen arbeitet die Architektur stabil und entspricht den Erwartungen.
Nach Abschluss aller Tests wird die HPSC-Plattform auch privaten Luft- und Raumfahrtunternehmen zur Verfügung stehen.