Hersteller reduzieren die Produktion von NAND, um die Rentabilität zu steigern
14:03, 21.01.2026
SK Hynix und Samsung Electronics planen, die Produktion von SSDs zu reduzieren und sich auf das rentablere DRAM zu konzentrieren. Dieser Ansatz wird sich auf die Rentabilität der Hersteller auswirken und zu einem Mangel führen.
Risiken von Engpässen und Preisanstieg
Trotz der Prognosen von Experten, die einen starken Anstieg des Verbrauchs erwarten, haben die Hersteller, die fast 60 % des NAND-Marktes kontrollieren, ihre Produktion minimiert. Auf diese Weise können die Unternehmen Engpässe in diesem Segment, einen wahrscheinlichen Preisanstieg und eine Maximierung der Rentabilität beeinflussen. Das Wachstum des NAND-Angebots wird in diesem Jahr 17 % betragen, was im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger ist.
So hat beispielsweise Samsung Electronics die Produktion von NAND-Platten von 4,9 Millionen auf 4,68 Millionen in diesem Jahr reduziert. Auch SK hynix plant, die Produktion von 1,9 Millionen Einheiten auf 1,7 Millionen im laufenden Jahr zu reduzieren. Die Unternehmen wollen sich aufgrund der besseren Nachfrage auf das DRAM-Segment konzentrieren.
Die Situation erscheint etwas seltsam, da NAND ein wichtiger Bestandteil der KI ist. Die kürzlich vorgestellte ICMS-Plattform von NVIDIA hat die Nachfrage nach NAND stark erhöht. Die Auswirkungen auf den KI-Sektor werden jedoch begrenzt sein, da die meisten Unternehmen bereits Lieferverträge für NAND abgeschlossen haben. Die Hauptfolgen werden den Verbrauchersektor betreffen – PCs, mobile Geräte und Server.
Auf dem chinesischen Markt ist die Situation mit NAND-Speichern etwas anders. Das chinesische Unternehmen YMTC versucht, seine Marktpräsenz zu erhöhen und steigert seine Produktionsmengen. Als Reaktion darauf reduzieren koreanische Hersteller die Lieferung von NAND für PCs und Mobilgeräte, erhöhen aber gleichzeitig den Anteil für Unternehmenslösungen.
Ein weiterer Preisanstieg ist unvermeidlich. Analysten prognostizieren bereits für das erste Quartal dieses Jahres einen Anstieg der Vertragspreise für NAND um bis zu 38 %.