Fenster werden zu Solarmodulen: In London wird eine neue Technologie vorgestellt
13:17, 22.07.2026
Forscher des University College London haben halbtransparente Solarzellen entwickelt, die sich problemlos an Fenstern anbringen lassen.
Einblicke in die neue Technologie
Der neue Ansatz zielt darauf ab, gewöhnliche Gebäude in Energieerzeuger zu verwandeln. Im Vergleich zu herkömmlichen Fenstern, die fast 80 % des Sonnenlichts durchlassen, lässt die neue Technologie nur 30 % durch. Normalerweise werden Solarmodule nur auf Dächern installiert, was bedeutet, dass ein großer Teil moderner Gebäude nicht zur Energiegewinnung genutzt wird – doch das lässt sich ändern.
Die langfristige Strategie dieses Ansatzes zielt auf die Entwicklung halbtransparenter Photovoltaikzellen ab, die sich problemlos an Autofenster und andere ähnliche transparente Oberflächen anbringen lassen. Ein weiterer großer Vorteil dieser Technologie liegt in den Energieeinsparungen bei der Klimatisierung. Eine solche Technologie kann für heiße Regionen von entscheidender Bedeutung sein, in denen viel Energie für die Klimatisierung aufgewendet wird.
Die Zellen bestehen aus Perowskit, das potenziell sogar Strom aus Innenbeleuchtung erzeugen kann. Die Perowskit-Schicht ist 185 nm dick, was fast dreimal dünner ist als bei herkömmlichen Solarzellen. Zudem fügten die Forscher ein Molekül hinzu, das zur Stabilisierung der Kristallstruktur beiträgt.
Das 30 × 30 cm große Modul behielt ohne zusätzliche Komponenten nach 300 Stunden Lichteinwirkung 80 % seines Wirkungsgrads bei.
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