Die Ära der 136 Kerne: Arm stellt seinen ersten Prozessor für agentische KI vor
12:56, 25.03.2026
Der britische Technologiekonzern Arm hat einen bedeutenden Schritt vollzogen — vom Lizenzgeschäft hin zur Entwicklung eigener Produkte. Der AGI CPU ist eine leistungsstarke Lösung für komplexe KI-Agenten und große Datenmengen.
Technische Daten
Der neue Chip basiert auf der Neoverse V3 Architektur und wird im 3-nm-Verfahren gefertigt. Er verfügt über 136 Kerne, von denen jeder einen eigenen Datenstrom verarbeitet, wodurch Verzögerungen und Leistungseinbrüche bei Dauerlast minimiert werden.
Der Prozessor zeichnet sich durch Speicher- und Verbindungsoptionen aus:
- Unterstützung für bis zu 6 TB DDR5-8800 Speicher pro Chip
- Latenz unter 100 ns bei einer Bandbreite von 6 GB/s pro Kern
- 96 PCIe Gen 6 Lanes sowie Unterstützung für CXL 3.0 und AMBA CHI
Trotz hoher Leistung bleibt der Energieverbrauch mit einem TDP von 300 W moderat, was für dichte Server-Rack-Konfigurationen entscheidend ist.
Einsparpotenzial
Arm erklärt, dass die x86-Architektur für moderne KI-Workloads zu kostspielig wird. Laut Unternehmen ermöglicht der AGI CPU bis zu 45.000 Kerne pro Rack (mit Flüssigkühlung), etwa doppelt so viel wie konkurrierende Lösungen.
Diese Effizienz könnte Betreibern großer Rechenzentren Einsparungen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar pro Gigawatt Energieverbrauch bringen. Arm positioniert den Chip als idealen „Orchestrator“, der Aufgabenplanung und Datenbewegung übernimmt und so spezialisierte KI-Beschleuniger entlastet.
Erste Anwender
Meta ist der Hauptpartner und integriert den AGI CPU zusammen mit eigenen MTIA-Beschleunigern. Zu den bestätigten zukünftigen Nutzern gehören OpenAI, Cloudflare, SAP und SK Telecom.
Eine breitere Einführung von AGI CPU-basierten Systemen in Rechenzentren wird für die zweite Hälfte dieses Jahres erwartet.