Chinesischer Chiphersteller CXMT weigert sich, DRAM-Preise für Apple zu senken
11:15, 06.08.2026
Im Vorfeld der für den Herbst geplanten Markteinführung des iPhone 18 Pro sieht sich Apple mit einem spürbaren Mangel an dynamischem Direktzugriffsspeicher (DRAM) konfrontiert. Da bis zur offiziellen Markteinführung der neuen Geräte weniger als sechs Wochen verbleiben, suchen Apples Fertigungspartner dringend nach zusätzlichen Chip-Mengen, um Störungen am Fließband zu vermeiden.
Die traditionellen Zulieferer kommen nicht hinterher
Micron bleibt der Hauptlieferant von LPDDR5X-Modulen für Apple-Geräte, während SK hynix und Samsung die restlichen Bestellungen abdecken. Aufgrund einer allgemeinen Knappheit an globalen Produktionskapazitäten können jedoch selbst diese Branchenriesen die erforderlichen Liefermengen nicht mehr garantieren.
Verhandlungen mit CXMT
Auf der Suche nach einer Lösung versuchte Apple, eine Zusammenarbeit mit dem in China ansässigen Unternehmen CXMT aufzubauen, einem bedeutenden Hersteller von schnellen, energieeffizienten Speichern.
Aufgrund des großen Auftrags forderte Apple besondere finanzielle Konditionen. Seine übliche Verhandlungstaktik, Preise zu diktieren, schlug diesmal jedoch fehl: CXMT weigerte sich, einen Rabatt zu gewähren, und erklärte sich bereit, DRAM nur zum vollen Marktwert zu liefern.
Wie China jetzt die Regeln diktiert
Chinas Binnenmarkt ist bereits ausreichend gesättigt: Lokale Cloud-Giganten und Entwickler künstlicher Intelligenz kaufen CXMT-Speicher aggressiv auf. Chinesische Kunden haben bereits große Mengen zu marktüblichen Preisen reserviert, sodass der Hersteller selbst für Apple-Bestellungen keine Rabatte gewähren muss.
Es bleibt abzuwarten, ob Apple die Bedingungen von CXMT akzeptieren oder vor der Markteinführung weiter nach alternativen Bezugsquellen suchen wird.