Toshiba investiert Hunderte Millionen in die Verdopplung der HDD-Produktion
16:49, 02.10.2026
Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz hat nicht nur zu einer Verknappung bei Hochgeschwindigkeits-SSDs, sondern auch bei herkömmlichen Festplatten geführt. Angesichts der steigenden Nachfrage seitens der Rechenzentren hat der japanische Konzern Toshiba massive Investitionen in den Ausbau der HDD-Produktion angekündigt.
Investitionen in Millionenhöhe und Expansion auf den Philippinen
Toshiba, das mit einem kapazitätsbasierten Marktanteil von knapp über 10 % den dritten Platz auf dem globalen Festplattenmarkt einnimmt, beabsichtigt, seine Position zu stärken und seinen Marktanteil schließlich auf 30 % zu steigern. Zu diesem Zweck wird das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr (ab dem 1. April 2027) rund 380 Millionen US-Dollar für die Modernisierung und Erweiterung seines Werks auf den Philippinen bereitstellen.
Dies ist die größte Investition des Herstellers in diesem Sektor seit fünf Jahren. Im Rahmen des Projekts wird das Unternehmen nicht nur neue Produktionslinien in Betrieb nehmen, sondern auch den Automatisierungsgrad der Fabrik erhöhen, wodurch der Bedarf an zusätzlichem Personal um 40 % gesenkt und gleichzeitig die Ausbeute verbessert wird.
Auf dem Weg zu 100 Terabyte und Automatisierung
Neben der Kapazitätssteigerung arbeitet Toshiba daran, die Speicherdichte zu erhöhen. In naher Zukunft werden Laufwerke mit einer um 40 % höheren Kapazität in Serie gehen, wobei die Ingenieure letztendlich Laufwerke mit 100 TB anstreben. Bis 2030 plant Toshiba die Einführung von 65-TB-Festplatten.
Warum das Zeitalter der Festplatten noch lange nicht vorbei ist
Laut IDC-Analysten wird sich das weltweite Datenvolumen zwischen 2024 und 2030 vervierfachen und 718 Zettabyte erreichen, wobei bis zu 60 % dieser Informationen aufgrund ihrer Kosteneffizienz weiterhin auf Festplatten gespeichert werden.
Auch die Hauptkonkurrenten von Toshiba verzeichnen eine beispiellose Nachfrage. Seagate hat sein Kontingent an Serverfestplatten für das laufende Jahr vollständig ausverkauft und verfügt über Verträge mit Schlüsselkunden, die bis 2028 reichen. Western Digital plant unterdessen, allein in Japan 1 Milliarde US-Dollar in die Forschung und Entwicklung neuer magnetischer Speichertechnologien zu investieren.