Speicherpreise steigen nun stündlich
15:43, 05.03.2026
Der Speichermarkt befindet sich derzeit in einer Phase der Instabilität. Die Preise für Speichermodule werden buchstäblich stündlich neu bewertet, was extrem schwierige Bedingungen für kleine Unternehmen im Elektroniksektor schafft.
Priorität für Giganten und Defizite für den Rest
Auf dem Markt herrscht ein massives Ungleichgewicht: Begrenzte Ressourcen werden unter den größten Konzernen aufgeteilt, während über 190.000 kleine Unternehmen keinen Zugang zu Beschaffungen haben. Lieferanten bevorzugen die Zusammenarbeit mit Riesen wie Apple und Samsung, da diese weniger empfindlich auf Preisschwankungen reagieren.
Aktuell fordern Lieferanten Vorauszahlungen für mehrere Jahre im Voraus, wozu kleine Abnehmer nicht in der Lage sind.
Produktionskürzungen und Prognosen zur Preissteigerung
Viele Hersteller sind gezwungen, ihre Produktionsmengen zu reduzieren und in den Sparmodus zu wechseln.
Analysten prognostizieren für die nahe Zukunft weitere Preissteigerungen. Im laufenden Quartal könnten die Preise für DRAM fast um das Doppelte steigen, für NAND um mindestens das Anderthalbfache. Im zweiten Quartal wird ein zusätzlicher Preissprung bei DRAM um weitere 70% erwartet. Prognosen zufolge wird der Engpass mindestens bis Ende 2027 anhalten.
Auswirkungen auf den Verbrauchermarkt
Die steigenden Kosten für Komponenten werden unweigerlich den Endgerätemarkt treffen. Experten prognostizieren einen Rückgang des Smartphone-Marktes um 13% bis 31% bis zum Jahresende. Im PC-Sektor ist die Situation ähnlich: Kleine Marken ohne Vorzugskonträge mit Speicherlieferanten werden preislich kaum mit den Marktführern konkurrieren können. Dies könnte zu einer globalen Reduzierung der Auswahl an verfügbaren Gadgets führen.