Sandisk entwickelt bahnbrechenden HBF-Flash-Speicher für KI-Infrastruktur
12:59, 14.08.2026
SanDisk hat Details zum neuen HBF-Speicherstandard (High Bandwidth Flash) bekannt gegeben, der gemeinsam mit SK hynix entwickelt wurde. Dieser Speicher soll die Kosten für den Aufbau einer KI-Infrastruktur senken und die Abhängigkeit der Branche von knappen GPUs und herkömmlichen HBM-Chips verringern.
SanDisk rechnet damit, im nächsten Jahr die ersten physischen Muster auszuliefern; der Start der Massenproduktion ist für 2028 geplant.
HBF-Effizienz
Im Vergleich zu HBM wird HBF höhere Lesegeschwindigkeiten und eine 6- bis 8-mal größere Kapazität aufweisen. Erreicht wird dies durch die Architektur von HBF, die vertikale Stapel aus 8 oder 16 NAND-Chips mit einer Gesamtkapazität von bis zu 512 GB nutzt. Dadurch kann ein Computersystem, das HBF-Speicher mit 4 GPUs kombiniert, bei der Ausführung großer Sprachmodelle die gleiche Token-Ausgabe liefern wie eine herkömmliche Konfiguration, die 8 GPUs mit HBM-Speicher erfordert.
Mit einem Durchsatz, der dem von HBM entspricht, und geringeren Gesamtkosten könnte HBF-Speicher die Bereitstellungsausgaben von Rechenzentren erheblich senken.
Langfristige Verträge und Finanzausblick
Der neue Speicherstandard wird als wichtiger Wachstumsmotor für SanDisk dienen. Vertreter des Unternehmens gaben bei einer Investorenveranstaltung bekannt, dass sie für den Zeitraum von 2028 bis 2030 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 16–19 % prognostizieren, wobei die Gewinnmargen bei rund 80 % bleiben sollen.
SanDisk hat bereits Vereinbarungen mit acht Großkunden geschlossen, denen bis 2028 der Abnahme von bis zu zwei Dritteln des gesamten Produktionsvolumens von SanDisk garantiert ist.