Rechenzentren werden bis 2026 bis zu 70 % des Speichers verbrauchen: Der Mangel wird sich auf andere Branchen auswirken
13:15, 20.01.2026
Seit geraumer Zeit berichten Analysten und Medien über einen Mangel an SSDs, Festplatten und Arbeitsspeicher. Der Hauptgrund für dieses Problem ist die steigende Nachfrage nach KI. Laut einer neuen Analyse werden Rechenzentren bereits in diesem Jahr etwa 70 % des weltweit produzierten Speichers verbrauchen. Die Situation ändert sich recht schnell, und schon bald könnte sich der Mangel auch auf andere Branchen auswirken, die nicht direkt mit der IT zu tun haben.
Folgen der steigenden Nachfrage nach Speicher
Der starke Anstieg der Nachfrage nach Speicher wird sich garantiert auf die Verbraucher von Elektronik auswirken und die Automobilindustrie treffen. Das Wall Street Journal vergleicht die Situation mit Covid und erheblichen Verzögerungen in allen Prozessen.
Die meisten Haushaltsgeräte und Automobilprodukte verwenden relativ alte Speichertypen, jedoch haben die RAM-Hersteller die Produktion solcher Chips fast vollständig eingestellt. Experten zufolge sind alle Produktionskapazitäten bereits bis 2028 ausverkauft, sodass es einfach unmöglich sein wird, Quoten von den Herstellern zu erhalten.
Arbeitsspeicher wird in fast allen modernen Geräten wie Set-Top-Boxen, „smarten” Kühlschränken, Lautsprechern und Fernsehern verwendet, sodass die Technik erheblich teurer werden könnte. Ein starker Preisanstieg für eine der Komponenten könnte sogar zu Produktionsverlusten führen.
Analysten schätzen, dass RAM bis zu 30 % der Herstellungskosten von Smartphones und 10 % der Kosten von Elektronikgeräten ausmachen kann. So könnten die Verkäufe von Smartphones um 5 % und die von PCs um 9 % zurückgehen.