NVIDIA Vera übertrifft die Flaggschiffe von Intel und AMD in Server-Benchmarks
15:11, 27.05.2026
Das Phoronix-Labor hat Benchmark-Ergebnisse für Nvidias neuen Server-Prozessor „Vera“ veröffentlicht, der auf der Arm-Architektur basiert. Der Chip übertraf führende x86-Serverarchitekturen von Intel und AMD, die traditionell den Rechenzentrumsmarkt dominieren.
Architektur und ihre Merkmale
Vera ist nach dem Grace-Chip Nvidias zweite Server-CPU, jedoch die erste, die speziell für KI-Agenten-Workloads entwickelt wurde. Der Prozessor ist für Orchestrierung, die Ausführung von KI-Tools, Datenanalyse und damit verbundene Aufgaben optimiert.
Der Chip bietet:
- 88 spezialisierte Arm v9.2 Olympus-Kerne mit 176 Threads.
- Native FP8-Unterstützung.
- Speicherbandbreite von 1,2 TB/s mit Unterstützung für bis zu 1,5 TB LPDDR5X-Speicher im SOCAMM2-Formfaktor.
- Eine Scalable Coherency Fabric-Verbindung der zweiten Generation mit einer Bandbreite von 3,4 TB/s zur Reduzierung der Latenz.
Dominanz in den Benchmarks
Während der Tests wurde Nvidia Vera mit dem Intel Xeon Granite Rapids 6980P und der AMD EPYC Turin-Produktreihe verglichen. Die Benchmark-Suite umfasste Code-Kompilierung, Videokodierung, Speicher-Streaming-Leistung, Datenbank-Workloads sowie Python-/Java-Verarbeitung.
Nvidia Vera führte in allen Benchmarks. Es übertraf AMD Turin um fast 11 % und lag 55,3 % über Single-Socket-Konfigurationen mit Intel Xeon.
Energieeffizienz und zukünftiges Umsatzpotenzial
Mit einer thermischen Verlustleistung von 450 W für den Prozessor selbst und 50 W für einen 768-GB-Speicherpool bietet Vera branchenführende Energieeffizienz unter den Arm-Architekturen seiner Klasse.
Dieser technologische Sprung könnte für Nvidia zu einem großen Erfolg werden. Analystenprognosen zufolge könnten die Verkäufe von Vera- und Grace-Prozessoren dem Unternehmen einen Umsatz von rund 20 Milliarden US-Dollar einbringen.