Neuer Server-Chip aus der EU: Barcelona testet erfolgreich Chip auf Basis von RISC-V und Intel
17:51, 16.02.2026
Europa macht deutliche Schritte in Richtung technologischer Autonomie. Das Barcelona Supercomputing Center (BSC-CNS) hat offiziell ein Experiment zur Entwicklung des Serverprozessors TC1 angekündigt.
Der neue Chip zeichnet sich durch die Kombination der offenen RISC-V-Architektur und der fortschrittlichen Intel 3-Prozesstechnologie aus.
Hauptziel — Reduzierung der Importabhängigkeit
Das Hauptziel des Projekts bestand darin, die Abhängigkeit von proprietären Architekturen (x86 oder ARM) und von asiatischen Lieferketten zu verringern, die aufgrund der geopolitischen Lage nicht als stabil bezeichnet werden können.
Dem Ergebnis nach zu urteilen, sind die Entwickler lediglich von einer Abhängigkeit von der taiwanesischen TSMC zu einer Abhängigkeit von der amerikanischen Intel gewechselt. Im Großen und Ganzen wird diese Entscheidung angesichts der Unvorhersehbarkeit taiwanesischer Lieferungen unter globalen turbulenten Bedingungen als stabiler angesehen.
Technische Spezifikationen des Chips
Der TC1-Prozessor wurde ursprünglich für den 7-nm-Prozess von TSMC entwickelt. Nach Bestätigung der Zusammenarbeit mit Intel wurden die Spezifikationen an den Intel 3-Prozess angepasst.
Der Chip konnte die Prognosen der Ingenieure in Bezug auf die Funktionalität übertreffen: Bei einer Rechenkernfläche von 3,2 mm² beschleunigte der Prozessor auf 1,25 GHz. Zusätzlich besteht der Chip aus drei Modulen (Sargantana, Lagarto Ka und Lagarto Ox) und unterstützt moderne Standards wie PCI Express 5.0 und DDR5-Speicher.
Obwohl es noch keine Informationen über eine Massenproduktion des TC1 gibt, diente das Projekt als Beweis dafür, dass die EU technisch unabhängig sein kann.