Erste interne 16-TB-SSD für 15.000 US-Dollar auf dem Markt
14:42, 20.03.2026
Die Exascend Enterprise-Grade PE4 ist im Handel erschienen und gilt als weltweit erste SSD im M.2-2280-Format mit dieser Kapazität, die für normale Käufer erhältlich ist.
Im Gegensatz zu externen SSDs ist die Exascend PE4 ein internes Laufwerk, das direkt in den Computer eingesetzt wird und über PCIe 4.0/NVMe arbeitet.
Preis: 1000 US-Dollar pro Terabyte
Die größte Schlagzeile ist nicht nur die Kapazität, sondern auch der Preis — 15.935 US-Dollar, was etwa einem Viertel des durchschnittlichen Jahresgehalts in den USA entspricht. Selbst Käufer mit ausreichendem Budget dürften zögern.
Top-Consumer-SSDs von Samsung mit 8 TB kosten etwa zehnmal weniger und bieten dank PCIe 5.0 höhere Geschwindigkeiten.
Der hohe Preis von Exascend ist auf Komponentenknappheit durch den KI-Boom sowie die Ausrichtung auf den Unternehmensmarkt zurückzuführen, wo Zuverlässigkeit wichtiger ist als Kosten.
Technische Belastbarkeit
Obwohl die SSD auf PCIe 4.0 basiert (langsamer als moderne Standards), liegt ihr Hauptvorteil in der Robustheit. Sie ist für den Betrieb unter extremen Bedingungen ausgelegt, etwa bei Temperaturen von 0 °C bis 70 °C.
Das Gerät nutzt 3D TLC NAND-Speicher und wurde bereits auf der Embedded World 2025 mit dem Preis „Best in Show“ ausgezeichnet — für die Kombination aus kompakter Bauweise und hoher Datendichte.
16 TB sind erst der Anfang
Während 16 TB derzeit die Grenze für das M.2-Format darstellen, bereitet sich die Speicherbranche auf noch größere Kapazitäten vor. Im Enterprise-Bereich existieren bereits U.2-Lösungen mit bis zu 256 TB von SanDisk.
Prognosen zufolge plant Solidigm bis Ende 2026 SSDs mit 245 TB, während Samsung bis 2027 512 TB anstrebt. Damit ist die Exascend PE4 nur der Anfang einer neuen Ära der Datenspeicherung.