Der Umstieg auf 2-nm-Prozessoren wird die Preise für neue Flaggschiff-Smartphones anheben
15:10, 18.09.2026
Der Markt für Mobilgeräte bereitet sich auf eine weitere Welle von Preiserhöhungen vor, da die Herstellung modernster Chips deutlich teurer wird. Der Übergang zur 2-Nanometer-Technologie in Verbindung mit steigenden Preisen für Speicherkomponenten zwingt die Technologiegiganten dazu, ihre Entwicklungskosten neu zu kalkulieren. Infolgedessen müssen Endkunden, die sich die kommenden Top-Smartphones zulegen wollen, damit rechnen, dass die Preise im Handel steigen werden.
Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Dollar in Energieeffizienz
Die Umstellung von TSMC auf den 2-nm-Prozessknoten hat einen weiteren Anstieg der Produktionskosten für mobile Prozessoren ausgelöst, was die allgemeinen Preissteigerungen bei RAM und Flash-Speicher noch verstärkt. Laut TaiSounds, das sich auf Quellen aus der Lieferkette beruft, könnten die Kosten für den neuen Dimensity-9600-Pro-Chipsatz von MediaTek einen Rekordwert von 220 US-Dollar pro Einheit erreichen. Zum Vergleich: Die Vorgängergeneration (Dimensity 9500) kostete die Hersteller zwischen 180 und 200 US-Dollar. Obwohl Vertragspreise vom Abnahmemenge abhängen und Geschäftsgeheimnis bleiben, ist dies das erste Mal, dass MediaTek die 200-Dollar-Marke überschritten hat.
Gleichzeitig deuten erste Benchmarks darauf hin, dass der Prozessumstieg in erster Linie auf eine deutliche Leistungsreduzierung und eine verbesserte Akkulaufzeit abzielt und weniger auf einen massiven Sprung bei der reinen Leistung.
Konkurrenten stellen ihre eigenen Preisrekorde auf
Die Situation bei alternativen Marktlösungen sieht für Gerätehersteller noch schwieriger aus. Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro wird voraussichtlich zwischen 240 und 260 US-Dollar pro Chip kosten, während der Apple A20 Pro auf etwa 260 US-Dollar geschätzt wird.
Der gleichzeitige Preisanstieg aller wichtigen Flaggschiff-SoCs über die 200-Dollar-Marke hinaus treibt die Gesamtstückkosten für Geräte erheblich in die Höhe. Da die Anbieter nicht bereit sind, diese Kosten durch eine Senkung ihrer Gewinnmargen aufzufangen, werden die zusätzlichen Ausgaben direkt an die Endverbraucher weitergegeben. Dieser Trend zeigt sich bereits bei der Preisgestaltung der neuesten iPhone-18-Pro- und Pro-Max-Modellreihe.