Colt testet neue Glasfasertechnologie zur Beschleunigung von Netzwerkverbindungen in London
11:26, 15.10.2026
Colt Technology Services hat einen Testlauf mit Hohlkernfasern (HCF) abgeschlossen, bei dem zwei Netzwerkknoten des Unternehmens im Zentrum von London miteinander verbunden wurden. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Relativity Networks und Network Planning Solutions (NPS) durchgeführt, um zu prüfen, ob sich die Technologie in die bestehende Netzwerkinfrastruktur integrieren lässt.
Hohlkernfasern könnten die Latenz um 30 % reduzieren
Im Gegensatz zu herkömmlichen Glasfasern, bei denen das Licht durch einen massiven Glaskern übertragen wird, nutzen HCF einen hohlen Kanal, der von einer speziellen Glasschicht umgeben ist. Durch diese Bauweise kann sich das Licht schneller ausbreiten, was die Latenz bei der Datenübertragung potenziell verringert.
Relativity Networks gibt an, dass seine ChronoCore-Technologie die Latenz im Vergleich zu herkömmlichen Glasfasern um etwa 30 % reduzieren kann. Damit könnte sie zu einer wertvollen Lösung für die Verbindung von Rechenzentren und Netzwerkknoten werden, die einen schnellen Austausch großer Datenmengen erfordern.
Steht der kommerzielle Einsatz von HCF bevor?
Der erfolgreiche Testlauf in London hat gezeigt, dass sich ChronoCore tatsächlich in ein betriebsbereites Netzwerk integrieren lässt und unter realen Bedingungen funktioniert.
Eine breitere Einführung wird jedoch von der Kundennachfrage, den Implementierungskosten und den Ergebnissen nachfolgender Einführungsphasen abhängen.