Identität als oft übersehene Schwachstelle in der Datensicherheit
09:28, 27.07.2026
In einer Welt, die von der digitalen Transformation geprägt ist, steht die Datensicherheit weiterhin ganz oben auf der Prioritätenliste von Unternehmen. Ein entscheidender Aspekt, dem jedoch oft nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die Identitätssicherheit. Über Firewalls und Verschlüsselung hinaus ist die Identitätssicherheit von größter Bedeutung.
In diesem Artikel untersuchen wir, wie verhindert werden kann, dass die Identitätssicherheit zu einer übersehenen Schwachstelle in der Datensicherheit wird.
1. Technische Daten und geistiges Eigentum schützen
Technische Daten und geistiges Eigentum (IP) bilden das Herzstück jedes Unternehmens. Der Schutz dieser kritischen Vermögenswerte vor unbefugtem Zugriff ist für den fortlaufenden Geschäftsbetrieb und die Wahrung des Wettbewerbsvorteils unerlässlich. Identitätsbasierte Lösungen stellen sicher, dass nur autorisiertes Personal auf kritische oder sensible Daten zugreifen kann.
Ein robustes Rahmenwerk für Identitätssicherheit umfasst Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC) und Zero-Trust-Prinzipien. MFA bietet mehrere Ebenen der Identitätsüberprüfung, RBAC stellt sicher, dass nur Personen, die für ihre Arbeit Zugriffsrechte benötigen, diese auch erhalten (und diejenigen, die sie nicht benötigen, nicht), und Zero-Trust-Prinzipien besagen, dass keiner Person, keinem Gerät und keinem Netzwerk von vornherein Vertrauen entgegengebracht werden sollte.
Diese Maßnahmen verhindern externe Bedrohungen und reduzieren Insider-Risiken.
2. Gewährleistung der Sicherheit von Personalinformationen
Personaldaten (HR-Daten) enthalten sensible Informationen, darunter persönliche Identifikationsmerkmale, Gehaltsangaben und Leistungsbeurteilungen. Eine Sicherheitsverletzung in diesem Bereich kann zu Reputationsschäden und Verstößen gegen Compliance-Vorschriften führen.
HR-Daten (Human Resources) enthalten sensible Informationen, darunter persönliche Dokumente, Identifikatoren, Gehaltsangaben, Leistungsbeurteilungen usw. Eine Beeinträchtigung der HR-Sicherheit ist eine ernste Angelegenheit und sollte daher von vornherein verantwortungsbewusst angegangen werden.
Das Identitätsmanagement stellt sicher, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf HR-Datenbanken haben und dass ausscheidenden Mitarbeitern der Zugriff entzogen wird.
3. Schutz über DLP- oder CASB-Lösungen hinaus verbessern
Data Loss Prevention (DLP) und Cloud Access Security Broker (CASB) werden häufig als wirksame Sicherheitslösungen eingesetzt. Sie können jedoch Schwachstellen im Zusammenhang mit Identitäten nicht beheben. So würde beispielsweise ein unbefugter Zugriff über kompromittierte Anmeldedaten ihre Abwehrmaßnahmen umgehen.
Die Integration von Identitätssicherheit in DLP- und CASB-Lösungen würde die Gesamtsicherheit erheblich stärken und ungewöhnliche Aktivitäten erkennen sowie deren Auswirkungen mindern.
4. Sicherung vertraulicher oder klassifizierter Informationen
Vertrauliche Informationen, wie beispielsweise Geschäftsgeheimnisse oder Regierungsdokumente, erfordern ein Höchstmaß an Sicherheit. Identitätslösungen können bestehende Verschlüsselungsmechanismen ergänzen, indem sie sicherstellen, dass der Zugriff nur Personen mit verifizierten Anmeldedaten und entsprechender Sicherheitsfreigabe gewährt wird.
Um klassifizierte oder kategorisierte Informationen zu schützen, kann man Folgendes nutzen:
- Protokolle zum Umgang mit Daten, die festlegen, wie Daten je nach ihrer Kategorie behandelt werden;
- Zugriffsrichtlinien, die sicherstellen, dass die richtigen Personen Zugriff auf sensible Informationen erhalten;
- Regelmäßige Überprüfungen der festgelegten Richtlinien, um Unstimmigkeiten beim Umgang mit Daten aufzudecken;
5. Verwaltung und Schutz der Zusammenarbeit mit Auftragnehmern
Die Zusammenarbeit mit Auftragnehmern bringt besondere Herausforderungen mit sich, da diese externen Partner Zugriff auf bestimmte Unternehmensressourcen benötigen. Die Verwaltung ihrer Identität und Zugriffsrechte ist entscheidend, um eine unbefugte Offenlegung sensibler Daten zu verhindern.
Temporäre Zugriffskontrollen, Sitzungsüberwachung und Identitätsföderation (Zugriff über ein einziges Anmeldeprofil) tragen zur Absicherung der Interaktionen mit Auftragnehmern bei. Durch die Gewährung temporären Zugriffs und die automatische Aufhebung von Berechtigungen nach Projektabschluss können Unternehmen Risiken minimieren.
Was sind die drei zentralen Vorteile einer IRM-/E-DRM-Lösung und wie lassen sie sich auf diese Szenarien anwenden?
Lösungen für Information Rights Management (IRM) und Enterprise Digital Rights Management (E-DRM) bieten umfassenden Datenschutz, indem sie den Fokus auf Identitäten und Berechtigungen legen. Drei zentrale Vorteile dieser Lösungen sind:
- Detaillierte Zugriffskontrolle: Mit IRM/E-DRM können Unternehmen spezifische Berechtigungen für den Zugriff, die Bearbeitung und die Freigabe von Daten definieren. Dieser detaillierte Ansatz stellt sicher, dass jeder Benutzer nur in der Weise mit Daten interagiert, wie es seine Rolle zulässt.
- Dauerhafter Datenschutz: Im Gegensatz zur herkömmlichen Perimetersicherheit schützt IRM/E-DRM die Daten selbst. Dieser Schutz besteht unabhängig vom Speicherort der Daten, unabhängig davon, ob sie lokal, in der Cloud oder extern freigegeben gespeichert sind.
- Umfassende Aktivitätsüberwachung: Diese Lösungen verfolgen, wie auf Daten zugegriffen und wie sie genutzt werden, und liefern wichtige Erkenntnisse über potenzielle Sicherheitsverletzungen.
Durch die Integration von IRM/E-DRM in Identitätslösungen können Unternehmen die oft übersehene Schwachstelle in der Datensicherheit – die Identität – angehen und ein robustes, anpassungsfähiges Sicherheitsframework aufbauen.