Zukünftiger Engpass: Warteschlange für 2-nm-Chips von TSMC reicht bis 2027
16:11, 02.03.2026
Der taiwanische Chiphersteller TSMC übertrifft in seinem Segment weiterhin die Konkurrenten Samsung und Intel. Jüngsten Daten zufolge sind die Kapazitäten für Chips im 2-nm-Verfahren bereits für zwei Jahre im Voraus ausgebucht.
Lieferzeiten für Bestellungen
Der Analyst Tim Culpan (Culpium), der seit über 25 Jahren in Taiwan tätig ist, erklärt, dass diejenigen, die heute Aufträge für 2-nm-Produkte erteilen, fertige Erzeugnisse frühestens im zweiten Quartal 2027 erhalten werden.
Die standardmäßige Wartezeit für die Auftragsabwicklung beträgt derzeit etwa sechs Quartale. Daher droht schon die geringste Verzögerung in der Produktion, die Zeitpläne für neue Geräte zu sprengen.
Apple und Nvidia: Kampf um die Priorität
Die Situation beim verbesserten 3-nm-Verfahren ist ebenso angespannt; die Auftragsbücher sind bis 2027 gefüllt. Die Hauptkunden von TSMC sind Apple und Nvidia. Beide Unternehmen haben sich bereits einen erheblichen Teil der Lieferungen gesichert; insbesondere plant Apple, die neuen Technologien in den nächsten MacBook-Generationen einzusetzen. Dennoch hat Nvidia Apple bei den Zahlungen an TSMC um fast 4 Mrd. $ überholt.
Updates von TSMC
Eine neue Version des 2-nm-Verfahrens, N2P, wird in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Massenproduktion gehen. Diese Technologie wird eine Leistungssteigerung von 5 % bei gleichem Energieverbrauch bieten.
Das A16-Verfahren wird für Hochleistungschips eingesetzt, die auf Serverlösungen und Berechnungen ausgerichtet sind.
Die neuen Technologien sollen nicht in Japan, wie die Vorgängergenerationen, sondern in den USA produziert werden.