Kioxia zieht die Grenze, während der Preiskampf bei Speichern an Fahrt gewinnt
15:21, 09.09.2026
Der Wettbewerb auf dem Markt für Speicherchips verschärft sich zunehmend, doch es gibt keine Anzeichen dafür, dass Kioxia daran interessiert wäre, die Lage noch komplizierter zu machen.
Kioxia-CEO Hiroo Ota hat den Vorschlag einer verstärkten Zusammenarbeit mit SK Hynix im Bereich der Fertigung zurückgewiesen. Der Vorschlag war in jüngster Zeit nach Äußerungen des SK-Group-Vorsitzenden Chey Tae-won in die Runde geworfen worden.
Ota sieht dabei mehrere Probleme. Kartellrechtliche Bedenken könnten eine solche Vereinbarung erschweren, zumal Kioxia bereits gemeinsame Produktionsstätten mit SanDisk betreibt. Beide Unternehmen bereiten zudem umfangreiche Investitionen vor, um die Flash-Speicher-Produktion in Japan auszubauen.
KI treibt die Speicherpreise in unkomfortable Höhen
Das eigentliche Problem ist nicht die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen. Das eigentliche Problem sind die Kosten für Speicherchips.
KI-Unternehmen kaufen große Mengen an Chips und zwingen die Chiphersteller dadurch, ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen. Gleichzeitig sind die Speicherpreise in die Höhe geschossen. Laut Ota sind die Preise bereits ausreichend gestiegen, und weitere Anstiege könnten sich letztendlich auf die Nachfrage nach KI-Hardware auswirken.
Kioxia und SanDisk planen, bis 2032 mehr als 31 Milliarden US-Dollar in Japan zu investieren, um die Flash-Speicherproduktion zu steigern. Auch SK Hynix investiert mehrere zehn Milliarden Dollar in neue Kapazitäten.
Unsere Einschätzung
Es besteht die Möglichkeit, dass KI eine intensive Speicherrevolution auslöst, doch teure Hardware kann letztendlich ein Hindernis für die Umsetzung darstellen. Sollte es Kioxia und seinen Mitbewerbern gelingen, die Produktionskapazitäten auszubauen, ohne die Preise weiter anzuheben, werden die Verbraucher von günstigeren SSDs, Computern und KI-Geräten profitieren können.
Bis dahin ist davon auszugehen, dass die Speicherpreise unter Druck stehen werden, da die Unternehmen im Wettbewerb um die Deckung der KI-Nachfrage stehen.
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