Intel glaubt: Der wahre Flaschenhals steckt nicht in Ihrer CPU
13:04, 27.04.2026
Intel-Vizepräsident Robert Hallock glaubt, dass Gamer zusätzliche Bilder pro Sekunde oft an der falschen Stelle suchen. Moderne Gaming-Leistung hängt seiner Ansicht nach nicht nur von stärkeren Prozessoren ab. Entscheidend ist auch, wie gut Spiele, Windows, Treiber, Hintergrundprogramme und Scheduler die Hardware auf Ihrem PC verstehen.
Hallock reagierte damit auf Berichte, nach denen einige Besitzer hybrider Intel-CPUs bessere Ergebnisse erzielen, wenn sie die E-Cores deaktivieren. Er sagt, Intel kenne solche Fälle, sehe die effizienten Kerne aber nicht als Hauptproblem. Aus Intels Sicht ist die Gaming-Leistung mit reinen P-Core-Konfigurationen und hybriden Setups nahezu identisch. Hallock spricht von einem Unterschied von etwa 1%.
Intel will Software stärker in die Pflicht nehmen
Das größere Problem liegt laut Hallock in der Optimierung. Viele Spiele nutzen moderne Prozessoren noch immer nicht besonders klug. Er geht davon aus, dass 10% bis 30% der Leistung ungenutzt bleiben können, nur weil ein Spiel nicht richtig auf Ihre CPU abgestimmt ist.
Deshalb treibt Intel Technologien wie Thread Director und iBOT voran. Die Software soll besser entscheiden, welche Aufgaben auf welche Kerne gehören. Gleichzeitig versucht Intel, die Leistung von Core Ultra 200S durch BIOS-, Betriebssystem- und Treiber-Updates zu verbessern. Die Funktion 200S Boost erhöht zudem die Taktraten von Fabric, Die-to-Die-Verbindung und Speicher auf unterstützten Z890-Plattformen.
Unsere Meinung: Starke Hardware braucht starke Software
Wir denken, dass Intel hier einen echten Punkt anspricht. Sie können schnellere Hardware kaufen, doch schlechte Optimierung kann trotzdem einen Teil ihres Potenzials verschwenden. Für Gamer bedeutet das: Künftige Leistungsgewinne entstehen nicht nur durch neue Chips, sondern auch durch intelligentere Updates.
AMD Ryzen X3D bleibt in Gaming-Benchmarks weiterhin ein harter Maßstab. Doch Intels Software-Fokus und die kommenden Nova Lake S bLLC-Prozessoren könnten den nächsten CPU-Wettkampf deutlich spannender machen.
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