: Google schlachtet ausgemusterte Hardware aus, um KI-Server zu versorgen
17:15, 04.09.2026
Ein weltweiter RAM-Engpass zwingt die Technologiegiganten dazu, kreative Lösungen zu finden. Laut Nikhil Cherian, Senior Director of Supply Chain Infrastructure bei Google Cloud, hat das Unternehmen damit begonnen, DDR4-Module aus ausgemusterten Servern auszubauen, um ihnen in modernen KI-Systemen ein zweites Leben zu schenken.
Eine neue Hardware-Strategie inmitten des Marktchaos
Um Komponenten der vorherigen Generation in neue Geräte zu integrieren, hat Google maßgeschneiderte Hardware-Adapter entwickelt.
Auslöser dieser Initiative sind die jüngsten Preisspitzen bei DRAM-Speichern. Laut TrendForce-Analysten stiegen die Preise für Server-RAM um 13–18 %, während im PC-Segment Preisanstiege von bis zu 23 % zu verzeichnen waren. Im August erreichten die Preise für 8-GB-DDR4- und DDR5-Module 142 $ bzw. 133 $.
Steigende Preise und Speicherknappheit zwingen Technologieunternehmen dazu, Wege zu finden, um mehr aus jedem GB herauszuholen.
Zudem: Optimierung
Über die Wiederverwendung älterer Hardware hinaus geht Google das Problem auf der Software-Seite an, indem es Bibliotheken, Modellarchitekturen und KV-Cache-Kompressionsalgorithmen optimiert.
So hat die Speicherverknappung eines der größten Technologieunternehmen dazu gezwungen, nicht nur neue Beschleuniger und Software zu optimieren, sondern auch eine interne Lieferkette für das Recycling von Komponenten aus alten Servern aufzubauen.