Gemini 3 und GenTabs: Google stellt „Disco“ vor — einen experimentellen Browser, der Web-Apps in Echtzeit generiert
15:37, 15.12.2025
Google hat einen experimentellen Browser namens Disco veröffentlicht. Dieses Projekt ist nicht als Ersatz für Chrome gedacht, sondern als eigenständige Plattform.
Über GenTabs und Mini-Apps auf Abruf
Das zentrale Feature von Google Disco ist das Tool GenTabs. Es nutzt fortschrittliche Gemini-3-Modelle, um interaktive Anwendungen zu erstellen und automatisch relevante Informationen anhand einer Texteingabe des Nutzers zu sammeln.
Die Gemini-3-Modelle in Disco sind in der Lage, vollständige Benutzeroberflächen auf Basis einer Aufgabenbeschreibung zu erzeugen. Die Leiterin des Chrome-Teams, Parisa Tabriz, erklärte, dass Disco die Notwendigkeit vieler geöffneter Tabs beseitigen soll und stattdessen aufgabenbezogene Mini-Anwendungen anbietet.
Wie es funktioniert
Während der Demonstration zeigte das Team, wie GenTabs eingesetzt werden kann. Ein Beispiel: Ein Nutzer plant eine Reise nach Japan. Er erstellt in Disco ein neues „Projekt“ und gibt eine Anfrage im Chat ein. Anstelle einer herkömmlichen Linkliste erzeugt der Browser eine Auswahl thematisch passender Tabs und generiert einen interaktiven Reiseplaner. Dieser GenTab-Planer kann einen integrierten Kalender, Karten, Empfehlungen zu Städten und historischen Orten enthalten, mit denen der Nutzer interagieren kann.
Ziel von Disco
Disco basiert auf der Chromium-Engine und behält damit die vertraute Tab-Struktur. Dadurch kann der Browser auch für andere Aufgaben genutzt werden, etwa zur Erstellung von Ernährungsplänen oder interaktiven Modellen (z. B. eines 3D-Modells des Sonnensystems).
Alles, was Disco generiert, basiert auf Web-Inhalten, weshalb der Browser die Datenquellen klar ausweist. Google erklärt, dass das Ziel von Disco darin besteht, die Navigation im modernen Internet zu vereinfachen.