AMDs mutiger Zen 6 Kurswechsel: KI rückt in den Mittelpunkt, integrierte Grafik tritt zurück
11:41, 17.06.2026
Das Unternehmen bereitet die Markteinführung der „Olympic Ridge“-Reihe von Ryzen-Prozessoren vor, die in Kürze auf den Markt kommen soll. Die auf der Zen-6-Plattform basierenden Prozessoren werden voraussichtlich 2027 auf den Markt kommen und damit zu einer der wichtigsten Innovationen in der jüngeren Geschichte der Plattform werden.
Was die Prozessorentwicklung betrifft, so sollen die Chips im 2-nm-N2P-Prozess von TSMC hergestellt werden, was eine verbesserte Leistung pro Takt, eine höhere Energieeffizienz und verbesserte Rechenleistung bedeutet. Darüber hinaus hat AMD ein neuartiges Chiplet-Design mit bis zu 12 Kernen und 48 MB L3-Cache entwickelt.
Daher ist mit einer Vielzahl von CPUs für Desktop-PCs zu rechnen, beispielsweise mit 6, 8, 10, 12, 16, 20 und sogar 24 Kernen. Außerdem wird es CPUs mit 3D-V-Cache-Technologie geben.
NPU ersetzt iGPU in einer grundlegenden Architekturänderung
Die überraschendste Änderung betrifft das I/O-Design von AMD. Laut Quellen erwägt AMD, die NPU (Neural Processing Unit) in reguläre Ryzen-Prozessoren zu integrieren. In diesem Fall würde „Olympic Ridge“ die erste Serie von Ryzen-CPUs werden, die über eine integrierte NPU verfügt, ohne die Bezeichnung „APU“ zu tragen.
Gleichzeitig scheint es jedoch so, als würde AMD die Radeon 710M-Grafik aus den aktuellen AM5-Prozessoren herausnehmen. Grund dafür ist, dass die Radeon 710M lediglich für die Anzeige von Informationen und die Bewältigung einfacher Aufgaben zuständig war.
Sollte AMD an seinen Plänen festhalten, bedeutet dies, dass Sie sich eine Grafikkarte zulegen müssen, wenn Sie den Computer für Diagnosezwecke und zur Anzeige nutzen möchten. Für Gamer wird dies keine großen Auswirkungen haben, bedeutet jedoch den Verlust eines guten Tools zur Fehlerbehebung.
Schnellerer Speicher und eine leistungsstärkere Plattform
Es wird außerdem davon ausgegangen, dass die Olympic Ridge-Serie die Plattformfähigkeiten durch die Integration von Unterstützung für die Wi-Fi-7-Technologie, DDR5-CUDIMM-Speicher, EXPO 1.2-Einstellungen sowie Speicherlösungen mit sehr geringer Latenz, die es Anwendern ermöglichen würden, ihre Systemleistung weiter zu steigern.
Wir sind der Ansicht, dass AMD den Rechenaufgaben im Bereich der KI-Beschleunigung eindeutig Priorität einräumt. Auch wenn es für Nutzer enttäuschend sein mag, dass keine integrierte Grafik vorhanden ist, zeigt das Vorhandensein einer NPU, in welche Richtung sich die Computerindustrie in Zukunft entwickeln sollte. Sofern es Softwareanbietern gelingt, ihre Programme so anzupassen, dass sie lokal betriebene KI-Rechenaufgaben ausführen können, wird dies den Ryzen-CPUs sicherlich einen enormen Vorteil verschaffen.
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