AMD erobert ein Drittel des x86-Marktes inmitten eines 20-prozentigen Einbruchs im PC-Segment
13:11, 05.06.2026
Im ersten Quartal 2026 war der Prozessormarkt mit einem Rückgang der CPU-Auslieferungen im Endverbrauchersegment konfrontiert, dennoch konnte AMD Intels Marktanteil weiter schmälern.
Laut Mercury Research sank der Gesamtmarkt für PC-, Laptop- und Konsolenchips um 6 %, während das Segment der Desktop-Prozessoren aufgrund von Überbeständen in den Lagern um fast 20 % einbrach. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Serverbereich ein Wachstum von 10 %.
Rekordergebnisse für AMD und Engpässe bei Intel
Der Gesamtanteil von AMD am x86-Prozessormarkt stieg auf einen Rekordwert von 32,6 % (gegenüber 27,1 % im Vorjahr), während Intels Anteil auf 67,4 % sank. In den verschiedenen Segmenten variieren die Zahlen:
- Server: AMD festigte seine Position auf 33,2 % (ein Anstieg von 6 % im Jahresvergleich). Intels Auslieferungen in diesem lukrativen Segment stagnierten.
- Laptops: Aufgrund seiner starken Fokussierung auf Server sah sich Intel mit Kapazitätsengpässen bei Mobilchips konfrontiert. AMD nutzte dies aus und steigerte seinen Marktanteil bei Laptops von 22,5 % auf 28,3 %.
- Desktop-PCs: Im Jahresvergleich wuchs AMD auf 33,2 %, verlor jedoch im Quartalsvergleich leicht an Boden gegenüber Intel, was auf einen vorübergehenden Nachfragerückgang zu Beginn des Jahres zurückzuführen war.
Die Expansion der ARM-Architektur
Während sich die x86-Giganten gegenseitig bekämpfen, dominieren Prozessoren auf Basis der ARM-Architektur weiterhin. Bei Verbrauchergeräten (MacBooks, Chromebooks) stieg ihr Anteil auf 14,4 %. Im Server-Segment wuchs der Marktanteil von ARM auf 13,2 %; der Absatz von Chips mit dieser Architektur verdoppelte sich, was vor allem auf massive Auslieferungen von Nvidia Grace Blackwell-Systemen für KI zurückzuführen ist.
Analysten warnen, dass sich in der zweiten Jahreshälfte 2026 die Lieferengpässe in einen Nachfragerückgang verlagern könnten, der durch hohe Komponentenpreise verursacht wird.