Wachstum unter Druck: Wie der PC-Markt 2025 alle überraschte
11:14, 16.01.2026
Sie können erwarten, dass Engpässe einen Markt bremsen. Im Jahr 2025 bewies die PC-Branche das Gegenteil. Die weltweiten Auslieferungen stiegen im vierten Quartal um 9,6 Prozent und erreichten 76,4 Millionen Geräte. Im Gesamtjahr wuchs der Markt um 8,1 Prozent auf fast 285 Millionen ausgelieferte Computer.
Das Weihnachtsgeschäft half, war aber nicht der einzige Treiber. Der weltweite Speichermangel veranlasste viele Käufer, früher zuzugreifen. Aus Sorge vor steigenden Preisen wurden Kaufentscheidungen vorgezogen. Lenovo führte den Markt mit über 19 Millionen ausgelieferten PCs an. Es folgten HP und Dell. Apple und Asus komplettierten die Top fünf.
Speichermangel verändert den Markt
Laut IDC-Analyst Jitesh Ubrani betrifft der Speichermangel die gesamte Branche. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar. Einige neue PCs kommen mit weniger Speicher auf den Markt, als Sie erwarten würden. Hersteller nutzen diesen Weg, um trotz knapper Ressourcen lieferfähig zu bleiben.
Große Elektronikmarken sind dank stabilerer Lieferketten besser aufgestellt. Kleinere Anbieter stehen unter deutlich größerem Druck. Nicht alle werden diese Phase überstehen. Wenn Sie Ihren PC selbst bauen, spüren Sie die Folgen besonders stark. Hohe Preise und knappe Komponenten verzögern Upgrades oder lenken Ihr Budget in andere Hobbys.
Der Blick auf 2026
IDC rechnet 2026 mit leicht sinkenden Stückzahlen. Gleichzeitig dürfte der Gesamtwert des Marktes steigen. Höhere Speicherpreise treiben die durchschnittlichen Verkaufspreise nach oben.
IDC-Vizepräsident Jean-Philippe Bouchard ist überzeugt, dass der PC-Markt schon in einem Jahr ganz anders aussehen wird. Als Käufer stehen Sie häufiger vor der Wahl zwischen höheren Preisen und schlankeren Konfigurationen. Diese Entscheidungen werden die Branche prägen.