Intel- und AMD-Prozessoren werden zur neuen Mangelware
15:43, 06.03.2026
Auf der Morgan Stanley Konferenz 2026 räumten die Führungskräfte von Intel und AMD ein, dass die Nachfrage nach Zentraleinheiten alle Prognosen deutlich übertroffen hat. Der Hauptgrund für die Chip-Nachfrage ist erneut die KI.
Warum Grafikbeschleuniger nicht mehr ausreichen
Die erste Welle des KI-Booms in den Jahren 2022–2024 löste einen Hype um Grafikprozessoren aus. Die neue Nachfrage wird durch den Übergang zu agentenbasierten KI-Systemen vorangetrieben.
Intel-Finanzvorstand David Zinsner erklärte, dass Systeme wie Clawdbot oder Moltbot leistungsstarke Prozessoren benötigen, um Aufgaben zu koordinieren, die von Grafikkarten und neuronalen Prozessoren ausgeführt werden.
Agentenbasierte KI ist nicht nur in der Lage, Text zu generieren, sondern kann Aufgaben planen und eigenständig handeln, was die Anforderungen an die Hardwarelast drastisch erhöht.
Nun herrscht Mangel an Speicher und Prozessoren
Der Markt hat sich noch nicht von der Krise bei den Speicherkomponenten erholt. Analysten gehen davon aus, dass sich die Preise für DRAM verdoppeln und NAND teurer wird. Der Chipmangel könnte bis einschließlich 2027 andauern.
Die Situation bei den Prozessoren sorgt für zusätzliche Unsicherheit. AMD-Chefin Lisa Su bestätigte, dass das Auftragsvolumen für Serverlösungen beispiellos ist. In China berichten Unternehmen bereits über einen Mangel an Server-CPUs von Intel und AMD.
Gefahr für Budget-PCs
Experten warnen: Wenn die Hersteller die hohe Nachfrage nicht bewältigen können, könnte der Markt für preiswerte Personal Computer bis 2028 aufhören zu existieren. Budget-Systeme drohen aufgrund horrender Speicherpreise und des Mangels an Prozessoren, die an Cloud-Giganten gehen, unrentabel zu werden.