Das Stromnetz bekommt einen neuen Player: Hyosung entwickelt einen 22,9-kV-Festkörpertransformator
14:04, 15.09.2026
Der Aufstieg der KI hat das amerikanische Stromnetz vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Rechenzentren benötigen große Mengen an Energie, die äußerst zuverlässig bereitgestellt werden muss. Hyosung Heavy Industries ist der Ansicht, dass Halbleitertransformatoren eine Lösung für dieses Problem darstellen könnten.
Ein Transformator für ein anspruchsvolleres Stromnetz
Hyosung hat einen 22,9-kV-Halbleitertransformator mit einer Leistung von 1,05 MVA entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transformatoren nutzt diese Technologie Leistungshalbleiter zur aktiven Regelung von Spannung und Strom.
Ein solcher Ansatz würde den Netzbetreibern mehr Freiheit bei der Steuerung des Stromflusses durch das Stromnetz verschaffen. Zudem könnte er dazu beitragen, die Stromqualität zu überwachen und schnell auf Nachfrageschwankungen zu reagieren.
Das Unternehmen stellte bereits im Jahr 2022 seinen ersten 1,05-MVA-Halbleitertransformator her. Heute möchte Hyosung diese Technologie näher an die praktische Anwendung bringen.
Warum Rechenzentren das Stromnetz verändern könnten
Große Rechenzentren können auf relativ kleiner Fläche enorme Mengen an Strom verbrauchen. Mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur wird der Zugang zu Strom zu einer der größten Herausforderungen für Entwickler.
Hyosung entwickelt ein Produkt, das den direkten Anschluss der Geräte an das Mittelspannungsnetz ermöglicht. Zudem hat der Hersteller seine Produktionskapazitäten in den USA ausgebaut und fertigt dort nun Transformatoren und andere Geräte für das Stromnetz.
Andererseits weisen Halbleitertransformatoren einige wichtige technische Probleme auf. Hochspannung erfordert komplexe Lösungen in Bezug auf Kühlung, Isolierung, Schaltung und Steuerung. Zudem muss die Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Geräten nachgewiesen werden.
Unsere Einschätzung
Wir glauben, dass dies einen Wendepunkt markiert. Der nächste Engpass für KI könnte die Energieversorgung sein und nicht die Rechenleistung.
Mit dem kommerziellen Erfolg von Innovationen wie SSTs könnten Energieversorger bei steigender Nachfrage flexibler bei der Energieversorgung agieren. Letztendlich würde dies bessere Stromnetze für uns alle und einen schnelleren Ausbau der Infrastruktur bedeuten.
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